Google Ads und AdSense verbuchen einfach erklärt

Google Ads und AdSense verbuchen einfach erklärt Reverse Charge Buchung BeispielGoogle Ads und AdSense verbuchen einfach erklärt: Online-Werbung über Google ist heute Standard. In der Buchhaltung ergeben sich jedoch Besonderheiten, da die Leistungen in der Regel über die Google Ireland Limited abgerechnet werden. Dadurch greift das Reverse-Charge-Verfahren.

Dieser Beitrag erklärt die Verbuchung von Google Ads (Werbekosten) und Google AdSense (Provisionserlöse) verständlich und praxisnah.

Google Ads buchen (Werbekosten)

Bei Google Ads schalten Sie Werbung und erhalten dafür eine Rechnung von Google. Es handelt sich um eine innergemeinschaftliche sonstige Leistung.

Das bedeutet:

Die gesetzliche Grundlage ist § 13b UStG.

Buchungssatz (vereinfacht)

SKR 03:

Werbekosten
Vorsteuer 13b
an Kreditor
an Umsatzsteuer 13b

SKR 04:

Werbekosten
Vorsteuer 13b
an Kreditor
an Umsatzsteuer 13b

Wichtige Einrichtung in Lexware

Für die korrekte Verbuchung muss ein spezieller Steuersatz für § 13b-Leistungen eingerichtet werden.

  • Steuersatz: 19 %
  • Art: EU
  • USt-Konto: 1787 (SKR 03) / 3837 (SKR 04)
  • VSt-Konto: 1577 (SKR 03) / 1407 (SKR 04)

Zusätzlich empfiehlt sich ein eigenes Konto wie „Werbekosten 13b“, um die Buchungen übersichtlich zu halten.

Google AdSense buchen (Provisionserlöse)

Google AdSense ist das Gegenstück zu Google Ads. Sie stellen Werbefläche bereit und erhalten dafür Einnahmen von Google.

Auch hier handelt es sich um eine innergemeinschaftliche Leistung – allerdings in umgekehrter Richtung:

  • Leistungserbringer: Ihr Unternehmen
  • Leistungsempfänger: Google
  • → Reverse Charge (Steuerschuld bei Google)

Buchungssatz (vereinfacht)

SKR 03:

Debitor
an Erlöse 13b

SKR 04:

Debitor
an Erlöse 13b

Wichtiger Hinweis

Für diese Umsätze muss eine Zusammenfassende Meldung abgegeben werden (monatlich oder vierteljährlich).

Praxis-Tipp: Trennung der Konten

Es empfiehlt sich, eigene Konten für Google Ads und AdSense anzulegen, z. B.:

  • Werbekosten 13b
  • Erlöse Provisionen 13b

So behalten Sie auch bei mehreren Einnahmequellen den Überblick.

Lexware Buchhaltung premiumPraxis in Lexware

In Lexware werden diese Buchungen über speziell eingerichtete Steuersätze und Konten abgebildet. Dadurch wird die korrekte Behandlung nach § 13b UStG sichergestellt.

Lexware Buchhaltung premium – Online-Werbung korrekt verbuchen

Fazit

Die Verbuchung von Google Ads und AdSense erfordert besondere Aufmerksamkeit, da das Reverse-Charge-Verfahren angewendet wird. Mit der richtigen Einrichtung und klaren Konten lassen sich diese Buchungen jedoch sicher und übersichtlich durchführen.

2 Kommentare zu „Google Ads und AdSense verbuchen einfach erklärt“

  1. IN DER EINNAHMEN -ÜBERSCHUSSRECHNUG ERSCHEINEN ERLÖSE 8400 DOPPELT!!
    LEXWARE-BUCHHALTUNG
    BETR:SYST:.WINDOWS 10 HOME
    IST BESTEUERUNG

  2. Kontrollieren Sie alle getätigten Buchungen. Tritt das Problem auch in der formlosen EÜR auf? Wenn ja, liegt ein Buchungsfehler vor. Wenn nein, dann bitte die Konten-Zuordnungen zur EÜR kontrollieren. Dazu einfach auf “Verwaltung → Kontenaktualisierung” klicken und alle Hinweise kontrollieren.

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