E-Rechnung einfach erklärt

E-Rechnung einfach erklärt XRechnung ZUGFeRD Pflicht Fahrplan LexwareE-Rechnung einfach erklärt: Seit 2025 wird die elektronische Rechnung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen schrittweise verpflichtend. Dabei reicht eine einfache PDF-Rechnung künftig nicht mehr aus. Entscheidend ist ein strukturiertes, maschinenlesbares Format.

Was ist eine E-Rechnung?

Die elektronische Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das automatisch verarbeitet werden kann.

Wichtig:

  • Die Daten müssen maschinenlesbar sein
  • Die Rechnung muss elektronisch verarbeitet werden können
  • Ein einfaches PDF reicht dafür nicht aus

Rechtsgrundlage ist die europäische Norm EN 16931.

Unterschied zwischen PDF und E-Rechnung

Viele Unternehmen versenden bisher Rechnungen als PDF-Datei per E-Mail.

Das Problem:
👉 Eine PDF-Rechnung ist zwar digital, aber keine echte E-Rechnung.

Unterschiede:

  • PDF: für Menschen lesbar
  • E-Rechnung: maschinenlesbare strukturierte Daten

Eine echte E-Rechnung ermöglicht:

  • automatische Verarbeitung
  • digitale Weiterverarbeitung
  • weniger manuelle Eingaben

Welche Formate gibt es?

Die wichtigsten Formate sind:

  • XRechnung
  • ZUGFeRD

XRechnung

Die XRechnung besteht aus einer XML-Datei mit strukturierten Rechnungsdaten.

Besonderheiten:

  • maschinenlesbar
  • kein klassisches Layout
  • vor allem für Behörden wichtig

ZUGFeRD

ZUGFeRD kombiniert:

  • eine normale PDF-Datei
  • mit integrierten XML-Daten

Dadurch ist die Rechnung:

  • für Menschen lesbar
  • und gleichzeitig maschinell verarbeitbar

Gerade im Mittelstand wird ZUGFeRD häufig bevorzugt.

E-Rechnung einfach erledigt mit Lexware

Wer ist von der Pflicht betroffen?

Seit dem 01.01.2025 müssen Unternehmen im B2B-Bereich grundsätzlich elektronische Rechnungen empfangen können.

Betroffen sind:

  • Unternehmen
  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • Handwerksbetriebe

Auch kleine Unternehmen müssen elektronische Rechnungen empfangen können.

Fahrplan der Einführung

Die Einführung erfolgt schrittweise.

  • Seit 2025: Empfangspflicht für E-Rechnungen im B2B-Bereich
  • Bis Ende 2026: Papier- und PDF-Rechnungen teilweise noch erlaubt
  • Bis Ende 2027: Übergangsregelungen für bestimmte Unternehmen und EDI-Verfahren
  • Ab 2028: verpflichtende E-Rechnung im B2B-Bereich

Wichtig:
👉 Für den Empfang gelten keine Übergangsfristen.

Welche Vorteile bietet die E-Rechnung?

Die elektronische Verarbeitung bringt viele Vorteile:

  • schnellere Verarbeitung
  • weniger Fehler
  • geringere Papier- und Portokosten
  • bessere Archivierung
  • automatische Datenübernahme

Besonders bei größeren Mengen spart dies viel Zeit.

Zusammenhang mit den GoBD

Elektronische Rechnungen müssen GoBD-konform archiviert werden.

Wichtig:

  • digitale Originale aufbewahren
  • keine nachträglichen Änderungen
  • vollständige Archivierung
  • vollständige Verfahrensdokumentation

Mehr dazu im Beitrag GoBD einfach erklärt.

E-Rechnung in Lexware

Lexware unterstützt inzwischen die Verarbeitung von E-Rechnungen in verschiedenen Programmen und Lösungen.

Je nach Produkt sind möglich:

  • Erstellung von ZUGFeRD-Rechnungen
  • Erstellung von XRechnungen
  • Empfang elektronischer Rechnungen
  • automatische Verarbeitung von XML-Daten

Seit 2025 greift für Selbstständige und Unternehmer im B2B-Bereich die E-Rechnungspflicht. Mit den Desktop- und Cloud-Lösungen von Lexware sind deine Kunden auf der sicheren Seite. Unsere Produktübersicht zeigt auf, für welche Aufgaben sich welche Software eignet.

ZUGFeRD in Lexware

Bei ZUGFeRD wird eine PDF-Datei mit integrierten XML-Daten erzeugt.

Vorteile:

  • menschenlesbar
  • maschinenlesbar
  • gut für den Austausch mit Unternehmen

XRechnung in Lexware

Die XRechnung wird vor allem bei Rechnungen an Behörden verwendet.

Dafür werden zusätzliche Angaben benötigt:

  • Leitweg-ID
  • Lieferantennummer

Empfang von E-Rechnungen

Beim Empfang verarbeitet Lexware den XML-Teil der Rechnung automatisch.

Wichtig:
👉 Maßgeblich ist immer der XML-Inhalt — nicht die PDF-Darstellung.

Wichtige Voraussetzungen

Vor der Nutzung sollten geprüft werden:

  • aktuelle Programmversion
  • korrekte Stammdaten
  • Bankverbindung
  • E-Rechnungsformat

Weitere Informationen finden Sie in der Lexware Anleitung zur E‑Rechnung.

Typische Fehler in der Praxis

Häufige Probleme sind:

  • PDF mit E-Rechnung verwechseln
  • fehlende XML-Daten
  • unvollständige Stammdaten
  • fehlende Archivierung

Auch die reine Ablage eines Ausdrucks reicht nicht aus.

Rechtliche Grundlagen

Die Einführung basiert unter anderem auf:

  • Wachstumschancengesetz
  • EU-Norm EN 16931
  • E-Rechnungsverordnung

Praxis-Tipp

Unternehmen sollten sich frühzeitig mit der Umstellung beschäftigen. Besonders wichtig sind aktuelle Softwareversionen, saubere Stammdaten und eine GoBD-konforme Archivierung.