
Solche offenen Beträge entstehen typischerweise gegenüber Debitoren, also Kunden.
Das Gegenstück zu den Forderungen sind die Verbindlichkeiten.
Was bedeutet eine Forderung?
Ein Unternehmen hat einen Anspruch auf Zahlung, sobald eine Rechnung gestellt wurde und der Kunde noch nicht bezahlt hat.
Ein einfaches Beispiel:
- Ware wird verkauft
- Rechnung wird gestellt
- Zahlung erfolgt später
Bis zur Zahlung besteht ein offener Betrag gegenüber dem Kunden.
Einordnung in der Bilanz
Diese Ansprüche gehören zum Umlaufvermögen und stehen auf der Aktivseite der Bilanz.
Sie zeigen, welche Einnahmen in Zukunft erwartet werden.
Typische Arten
- aus Lieferungen und Leistungen
- sonstige Ansprüche
- gegenüber verbundenen Unternehmen
Bewertung und Risiken
Offene Posten werden zunächst mit ihrem ursprünglichen Wert erfasst. Allerdings besteht immer ein Ausfallrisiko.
Daher unterscheidet man:
- zweifelhafte Außenstände
- uneinbringliche Beträge
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Forderungsverlust.
Bedeutung für Unternehmen
Offene Rechnungen binden Kapital und beeinflussen die Liquidität. Je länger Kunden nicht zahlen, desto stärker wirkt sich das auf die finanzielle Situation aus.
Ein strukturiertes Mahnwesen hilft, Zahlungseingänge zu sichern und Risiken zu minimieren.
Rechtliche Grundlagen
Die Bewertung erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Details finden Sie in § 253 HGB.
Fazit
Forderungen sind Zahlungsansprüche aus bereits erbrachten Leistungen. Sie gehören zum Umlaufvermögen und sind entscheidend für die Liquidität eines Unternehmens.