
Solche offenen Beträge bestehen häufig gegenüber Kreditoren, also Lieferanten oder Dienstleistern.
Das Gegenstück zu den Verbindlichkeiten sind die Forderungen.
Was bedeutet eine Verbindlichkeit?
Eine Verbindlichkeit bedeutet, dass ein Unternehmen einem Dritten Geld schuldet. Die Leistung wurde bereits empfangen, die Zahlung erfolgt jedoch erst später.
Ein einfaches Beispiel:
- Ein Unternehmen kauft Ware auf Rechnung
- Der Lieferant stellt eine Rechnung
- Die Zahlung erfolgt erst nach einigen Tagen oder Wochen
Bis zur Zahlung besteht eine offene Verpflichtung gegenüber dem Lieferanten.
Einordnung in der Bilanz
Offene Verpflichtungen stehen auf der Passivseite der Bilanz.
Sie zeigen, welche Beträge ein Unternehmen noch an andere zahlen muss.
Typische Arten
- aus Lieferungen und Leistungen
- gegenüber Kreditinstituten
- gegenüber verbundenen Unternehmen
- sonstige offene Zahlungsverpflichtungen
Unterschied zu Rückstellungen
Bei einer Verbindlichkeit stehen Höhe und Fälligkeit grundsätzlich fest. Bei Rückstellungen ist dagegen mindestens ein wichtiger Punkt noch ungewiss.
Deshalb werden beide Positionen in der Buchhaltung unterschiedlich behandelt.
Bedeutung für Unternehmen
Offene Rechnungen beeinflussen die Liquidität und Zahlungsplanung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass fällige Beträge rechtzeitig bezahlt werden können.
Eine gute Kreditorenverwaltung hilft dabei, Zahlungsfristen einzuhalten, Skonto zu nutzen und den Überblick über ausstehende Zahlungen zu behalten.
Rechtliche Grundlagen
Die Gliederung ergibt sich aus dem Handelsgesetzbuch. Details finden Sie in § 266 HGB.
Fazit
Verbindlichkeiten sind Zahlungsverpflichtungen aus bereits erhaltenen Leistungen. Sie gehören auf die Passivseite der Bilanz und sind wichtig für Liquidität, Zahlungsplanung und Unternehmenssteuerung.