Rechnungskorrektur einfach erklärt

Rechnungskorrektur einfach erklärt: Eine Rechnungskorrektur wird erstellt, wenn eine bereits ausgestellte Rechnung geändert oder storniert werden muss. Früher wurde dafür häufig der Begriff „Gutschrift“ verwendet.

Heute ist es wichtig, zwischen der Rechnungskorrektur und der steuerrechtlichen Gutschrift zu unterscheiden, da beide Begriffe etwas völlig Unterschiedliches bedeuten.

Was ist eine Rechnungskorrektur?

Eine Rechnungskorrektur wird erstellt, wenn eine Rechnung fehlerhaft ist oder nachträglich angepasst werden muss.

Typische Gründe sind:

  • falscher Betrag
  • falsche Menge
  • Rückgabe von Ware
  • Stornierung einer Leistung

Die Rechnungskorrektur hebt die ursprüngliche Rechnung ganz oder teilweise auf.

Wichtiger Hinweis zur Erstellung

Bei einer Rechnungskorrektur müssen sowohl die Mengen als auch die Beträge immer positiv erfasst werden.

Die Rechnungskorrektur wird im Hintergrund als „negative Rechnung“ verarbeitet. Das bedeutet:

  • Die Umkehr der ursprünglichen Rechnung erfolgt automatisch
  • Negative Mengen oder negative Beträge dürfen nicht verwendet werden

Werden dennoch negative Werte eingegeben, kann dies zu falschen Buchungen und Auswertungen führen.

Frühere Bezeichnung „Gutschrift“

Früher wurde die Rechnungskorrektur häufig als „Gutschrift“ bezeichnet. Dieser Begriff ist jedoch missverständlich und wird heute im Steuerrecht anders verwendet.

Daher sollte für Korrekturen immer der Begriff Rechnungskorrektur verwendet werden.

Was ist eine steuerrechtliche Gutschrift?

Die steuerrechtliche Gutschrift ist eine besondere Form der Abrechnung.

Dabei erstellt nicht der Leistungserbringer die Rechnung, sondern der Leistungsempfänger.

Typische Beispiele:

  • Provisionen
  • Abrechnungen mit Handelsvertretern

In diesem Fall spricht man von einer Gutschrift-Abrechnung.

Diese Form der Abrechnung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig und muss eindeutig als „Gutschrift“ bezeichnet werden.

Umsetzung in Lexware

Die Gutschrift-Abrechnung (steuerrechtliche Gutschrift) ist nur in Lexware Pro- und Premium möglich.

Unterschied im Überblick

  • Rechnungskorrektur: Korrektur oder Stornierung einer Rechnung
  • Gutschrift (steuerrechtlich): Abrechnung durch den Leistungsempfänger

Diese Unterscheidung ist wichtig, um Fehler in der Buchhaltung zu vermeiden.

Zusammenhang mit der Rechnung

Die Rechnungskorrektur bezieht sich immer auf eine bestehende Rechnung.

Praxis-Tipp

Verwenden Sie den Begriff „Gutschrift“ nur dann, wenn tatsächlich eine Gutschrift-Abrechnung vorliegt. Für Korrekturen sollte immer „Rechnungskorrektur“ verwendet werden.

Software-Tipp

Rechnungen und Korrekturen mit Lexware erstellen