Wie wird von Einnahme-Ueberschuss nach Bilanz gewechselt

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Beschreibung:

Bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung gemäß § 4 Absatz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) - künftig 4/3 genannt - wird nur der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben ermittelt. Es entsteht ein Gewinn bzw. ein Verlust. Bei einer Bilanz vergleicht man von Jahr zu Jahr das Betriebsvermögen, welches einfach gesagt das Vermögen (Aktiva) minus die Schulden (Passiva) ist. Der Rest – im Normalfall auf der Passiva-Seite der Bilanz – ist das Eigenkapital. Der Gewinn (Verlust) resultiert aus der Erhöhung (Verminderung) des Eigenkapitals.

Lösung:

Stellen Sie als erstes eine Eröffnungsbilanz auf den 1.1. des Jahres auf, in dem Sie zum ersten Mal bilanzieren. In diese Eröffnungsbilanz gehört alles, was Ihnen vom Betrieb bekannt ist: z.B. Warenbestände, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus Steuern, insbesondere Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten, Kassen-, Bank- und Kreditsalden usw. Wenn die Eröffnungsbilanz vollständig und Aktiva=Passiva ist, werden die Salden als Eröffnungsbilanzwerte mit Gegenkonto 9000 für Sachkonten, 9008 für Debitoren und 9009 für Kreditoren vorgetragen.

Jetzt ergibt sich für Sie sicher die Frage, wie beispielsweise eine Lohnzahlung aus Dezember (4/3-Rechner) im Januar (Bilanz) im Gewinn auswirkt? Nun, im ersten Jahr der Bilanzierung ist ein sogenannter Übergangsgewinn außerhalb der Bilanz zu ermitteln. Dort sind alle die Posten aus dem Vorjahr aufzuführen, die sich durch den Wechsel der Gewinnermittlungsart noch nicht auf den Gewinn auswirken konnten.

Beispiele: Zahlung von Lohnverbindlichkeiten im neuen Jahr – gewinnmindernd Geldeingänge auf Forderungen (Umsatz) – gewinnerhöhend

Achtung! Auch die Umsatzsteuer ist zu berücksichtigen, weil ein 4/3-Rechner die Umsatz- bzw. Vorsteuer im Gewinn zu berücksichtigen hat (Sonderfall)!

Wenn sich ein Übergangs-GEWINN ergibt, ist dieser auf 3 Jahre aufteilbar, ein Übergangs-Verlust ist sofort (im Jahr der ersten Bilanzierung) abziehbar.