Bericht - Zweites LexUser-Treffen knuepft an Erfolge an
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FREIBURG (lugic). Am 19. Mai 2001 trafen sich in Freiburg zum zweiten Mal engagierte User zu einem Meinungsaustausch mit der Firma Lexware. 14 Anwender, hauptsächlich der Lexware Financial Office Produkte, trafen sich mit den Machern der Programme, um aktuelle Fragen rund um die Firma Lexware sowie die weitere Entwicklung der Programme zu diskutieren. Das Ergebnis: Ein interessanter Erfahrungsaustausch, der das gegenseitige Verständnis vertieft und Impulse für die weitere Entwicklung gegeben hat.
Axel Maurer, der schon im vergangenen Jahr die Veranstaltung moderierte, eröffnete die Veranstaltung für die Organisatoren der Lexware User Group (Sonderhomepage.de) und führte die Teilnehmer durch den Tag. Lexware-Geschäftsführer Markus Reithwiesner betonte die Wichtigkeit solcher Meetings und umriss die strategische Entwicklungslinie der Firma: Lexware hat sich von einer kleinen Softwarefirma zu einer Marke für kaufmännische Software entwickelt, die inzwischen für einen Massenmarkt Software produziert. Durch die Quantität ergeben sich auch Auswirkungen auf die Qualität. Nicht mehr der technisch versierte Anwender ist die wesentliche Zielgruppe, sondern der Anwender, der einfach mit den Programmen arbeitet und den entsprechenden Service erwartet.Ein Vortrag von Michael Dilger, Projektleiter Financial Office, zum Thema "Projektarbeit bei Lexware" erläuterte die komplexen Strukturen bei der Erstellung von Standardsoftware. Viele Gruppen sind beteiligt und viele unterschiedliche Interessen gehen in das Produkt ein. Das Zusammenspiel von Programmieren, Redakteuren, Qualitätssicherung, Produktmanagement, Support und das Feedback der Anwender (wie z.B. auf dem Lexware Usertag) münden endlich in einer "Master CD".
Gunter Pfordt, Projektleiter der "Professional Line" vertiefte das Thema Projektarbeit am Beispiel der gerade fertiggestellten neuen Linie. Erste Erfahrungen mit Financial Office Pro wurden zusammengefasst und analysiert. Neben einigen Problemen bei der Datenübernahme, die durch das Service Pack 1 gelöst wurden, gibt es im Bereich von Lohn und Gehalt Pro noch Performanceprobleme, die mit der nächsten Version zum Jahresende gelöst werden sollen. Ansonsten ist die "Professional Line" gut gestartet und hat bei Lexware zukünftig ein großes Gewicht als mehrplatzfähige kaufmännische Software.
Eine neue Produktidee wurde von dem verantwortlichen Redakteur Jan Steinbach vorgestellt: Lexware Financial Analyse. Das Programm kann auf die Daten der Programme Lexware Buchhalter, Faktura und Lohn und Gehalt zugreifen und generiert interessante Auswertungen, die Grundlage für weitere betriebswirtschaftliche Entscheidungen sein kann. Das Produkt wird Ende Juni in einer Spezialedition den Abonnenten zugehen.
Die Professionalisierung der Supports durch moderne Callcenterstrukturen und technische Supportdatenbanken ist das Ziel, das Gabriele Holland-Cornou (Produktmanagerin für das Haufe Service Center – HSC) darstellte. Sie berichtete über die Fortschritte, die durch die Zentralisierung des Supports erreicht wurden. Ein weiteres Ziel ist die Kostendeckung des Supports durch optimierte Abläufe. Das häufige Vorurteil, dass Lexware die Kunden durch den 0190-Support "abzocke" konnte sie durch eine Beispielrechnung wirkungsvoll widerlegen: Neben dem "produktiven" Telefonieren werden Rückrufe gemacht, recherchiert, Faxe und Emails geschrieben und wichtig für die Qualität: Schulungen der Mitarbeiter organisiert. Einen Ausgleich zwischen teilweise entgegengesetzten Ziele wie Erreichbarkeit, Kostendeckung und hoher Qualität herzustellen gelingt jedoch noch nicht immer.Oliver Deeg, Leiter der Lexware.de Webseite, stellte die Philosophie der neugestalteten Seiten dar, die viele interne und externe Interessen zu berücksichtigen hat. Wichtiger Punkt für den Support: Das Forum soll zukünftig durch die Newsgroups produktspezifisch abgelöst werden, da neuere Technologien einen gleichzeitigen, synchronisierten Zugriff auch aus dem Internet möglich machen.
Einem gemeinsamen Mittagessen folgte ein Rundgang durch die Software Schmiede. Anschließend gab es in mehreren Arbeitsgruppen einen regen Gedankenaustausch zu den Programmen: Udo Netzel leitete die Arbeitsgruppe zum Thema Financial Office und Faktura, Stefan Braunstein moderierte den Punkt "Webshop". Rainer Krome war federführend für den Bereich Buchhalter und Karin Roemer für den Bereich Lohn und Gehalt. In der Diskussion mit Projektleitern, Redakteuren und Produktspezialisten ging es um die Realisierungsmöglichkeiten von Anregungen für die nächsten Versionen.
Der letzte Tagesordnungspunkt war die Auswertung der bisherigen Erfahrungen zum Thema Betatest, an dem einige der Teilnehmer beteiligt waren. Birgit Stölzer-Bauer vom Lexware Qualitätsmanagement fasste die Erfahrungen zusammen. Aus der Diskussion ergab sich die wichtigste Schlussfolgerung: Im Vorfeld des Betatest sollen die Ziele, Erwartungen und Regularien klarer festgelegt werden. Auch hier ist das Thema Kommunikation wesentlich.
In der Schlussrunde beschloss man, sich nächstes Jahr zum dritten LexUser-Treffen wieder zu treffen. Der Tag war für alle produktiv, Lexware dankte den Usern für ihr Engagement für die Programme und die Sonderhomepage.de, die für viele User eine Hilfe ist. Ein Dialog wurde fortgesetzt, der sich im kommenden Jahr noch intensivieren lässt.

